Augmented Reality (deutsch: erweiterte Realität) bezeichnet die computergestützte Erweiterung der realen Welt durch digitale Informationen. Im Gegensatz zu Virtual Reality bleibt die reale Umgebung vollständig sichtbar, wird aber durch zusätzliche Daten, Bilder oder 3D‑Modelle überlagert. Dies geschieht meist über Smartphones, Tablets oder spezielle AR‑Brillen, die digitale Inhalte passgenau in das Sichtfeld einblenden [1] [2].
AR‑Systeme erfassen die reale Umgebung über Kamera, GPS, Sensoren oder Bildverarbeitung und ergänzen sie um digitale Inhalte. Nutzer sehen gleichzeitig die echte Welt und eingeblendete Zusatzinformationen, die kontextabhängig reagieren. Typische Beispiele sind Standortmarker, visuelle Anleitungen, Messdaten oder virtuelle Objekte, die sich präzise an reale Strukturen anpassen [1] [2].
In der digitalen Landwirtschaft wird AR erforscht und erprobt, um Informationen sichtbar zu machen, Arbeitsabläufe zu unterstützen und Daten direkt vor Ort verfügbar zu machen [3] [4].
Viele der beschriebenen AR-Anwendungen befinden sich aktuell noch in Forschung, Entwicklung oder praktischer Erprobung. Besonders AR-Brillen und Anwendungen direkt im Feld sind bisher noch nicht flächendeckend im landwirtschaftlichen Betriebsalltag angekommen. Die bisherigen Studien zeigen Potenziale unter anderem für Wartung, Pflanzenbau, Tierhaltung, Ausbildung und Entscheidungsunterstützung, weisen aber auch auf technische, wirtschaftliche und praktische Hürden bei der Anwendung hin [3].
Während Virtual Reality eine vollständig künstliche Welt erzeugt, erweitert Augmented Reality die reale Umgebung um digitale Inhalte. Nutzer bleiben in ihrer tatsächlichen Umgebung, erhalten aber zusätzliche visuelle Hinweise, Werkzeuge oder Daten eingeblendet [1]. AR eignet sich besonders für operative Tätigkeiten direkt im Feld, während VR vor allem für Simulation, Training und Planung eingesetzt wird [3] [5].