Erforderlicher Wissensstand: Fortgeschrittenes Wissen
Das Milk Sustainability Center unterstützt Milchviehbetriebe bei einem effizienten Ressourceneinsatz und der Steigerung der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig begleitet das Gesamtkonzept Betriebe auf ihrem Weg der digitalen Transformation.
Im Rahmen dieses Gesamtkonzepts werden verschiedene Betriebsbereiche in einem zentralen Dashboard zusammengeführt. Dazu zählen unter anderem Daten zur Feldbewirtschaftung, Fütterungsdaten sowie Daten zur Milchproduktion.
Daten, die mit verschiedenen Managementtools erfasst wurden, werden im Milk Sustainability Center (MSC) zusammengeführt.
Diese werden dort bezüglich der CO2-Äquivalente und der Effizienz des Nährstoffeinsatzes analysiert und bewertet.
Anschließend werden anhand definierter Key Performance Indicators (KPIs) Bereiche mit Verbesserungspotenzial identifiziert. Die empfohlenen Maßnahmen werden in die Kategorien „Top Picks“, „Quick Wins“ und „Long-Term Investments” eingeteilt.
Ein effizienterer Einsatz von Nährstoffen trägt dazu bei, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und gleichzeitig die Rentabilität zu steigern.
Insgesamt sind mehr als 30 kompatible Herden-, Milch- und Fütterungssysteme verfügbar.
Zusätzliche Informationen, die von keinem Managementsystem erfasst werden, können manuell ergänzt werden.
Vorarbeit notwendig: Der Einrichtungsprozess kann in folgenden Videos nachvollzogen werden:
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Für die Nutzung der Anwendung ist zunächst eine Registrierung erforderlich. Diese erfolgt unter https://app.milksustainabilitycenter.com/#/register. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen zweiten Benutzeraccount einzurichten, der ausschließlich über Leserechte verfügt. Dadurch können Daten eingesehen werden, ohne dass Änderungen vorgenommen werden können. Zu Beginn sind einige betriebsbezogene Stammdaten zu hinterlegen. Diese dienen als Grundlage für die anschließende Verknüpfung der Daten aus den Managementsystemen sowie für die manuelle Erfassung zusätzlicher Informationen. Anschließend können die im Betrieb verwendeten Managementsysteme mit dem MSC verbunden werden. |
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Zunächst wird mit der persönlichen E-Mail-Adresse ein Account erstellt. Dieser ist anschließend durch die Eingabe eines per E-Mail zugesandten Passworts zu bestätigen. Danach werden allgemeine Betriebsdaten, wie Name und Anschrift des Betriebs eingegeben. Abschließend wird ein persönliches Passwort festgelegt, das für die spätere Anmeldung verwendet wird.
Nach der Account-Erstellung werden zunächst die Stammdaten des Betriebs erfasst. Dazu gehören grundlegende Angaben zur Tierhaltung, insbesondere zu den vorhandenen Tiergruppen, die nach Alter kategorisiert werden, sowie die Angabe der gehaltenen Rassen mit dem jeweiligen Durchschnittsgewicht. Anschließend werden Daten zur Lagerung von Mist und Gülle abgefragt. In diesem Zusammenhang ist die Auswahl der zutreffenden Klimazone von besonderer Bedeutung, da sie die Berechnung der CO₂-Äquivalente beeinflusst. Abschließend sind die auf dem Betrieb vorhandenen Bodenarten einschließlich der jeweiligen Flächengröße in Hektar anzugeben. Da die Bodenart Einfluss auf die Treibhausgasemissionen hat, wird sie ebenfalls bei der Ermittlung der CO₂-Äquivalente berücksichtigt.
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Die Stammdaten des Milchviehbetriebs können anschließend mit den Daten der Managementtools oder manuell ergänzt werden. Zu den relevanten Daten gehören insbesondere Herden-, Milchleistungs- und Fütterungsdaten sowie Felddaten und Informationen über den Kauf und Verkauf von Betriebsmitteln und Erzeugnissen. Für eine fundierte Auswertung sollten die relevanten Daten über mindestens 12 Monate hinweg vorliegen. Herdendaten beziehen sich vor allem auf die Bestandsentwicklung. Die Milchleistungsdaten beinhaltet Angaben zur Milchmenge, zum Fett- und Eiweißgehalt sowie zur Zellzahl. Die Fütterungsdaten werden in fünf Bereiche gegliedert. Diese sind die Fütterung laktierender Kühe, die Trockensteherfütterung, die Nachzuchtfütterung für Tiere über zwölf Monate, die Nachzuchtfütterung für Tiere unter zwölf Monaten sowie die Kälberfütterung für Kälber unter zwei Monaten. Erfasst werden dabei insbesondere die eingesetzten Futtermengen, sowie Informationen zur Beweidung. Zu den Felddaten zählen Anwendungs- und Erntedaten. Die Anwendungsdaten umfassen Informationen zu den ausgebrachten Mengen und Inhaltsstoffen organischer sowie mineralischer Düngemittel. Die Erntedaten beinhalten Angaben zum Ertrag, zum Trockenmasse- und Rohproteingehalt sowie zu den NDF- und ADF- Werten des Ernteguts. Zusätzlich werden Daten zum Kauf und Verkauf von Betriebsmitteln erfasst. Diese Daten müssen immer manuell hinzugefügt werden. Zu den Einkaufsdaten zählen insbesondere Informationen über den Kauf von Kraftfutter, Futterzusätzen sowie mineralischen und organischen Düngemitteln. Die Verkaufsdaten umfassen vor allem den Verkauf von organischen Düngern und Marktfrüchten.
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Sobald alle Daten vorhanden sind, ist ein Gesamtüberblick über den Betrieb möglich. Zudem wird auch die CO2-Äquivalente pro kg Milch und die Stickstoffnutzungseffizienz (NUE) berechnet. Die CO2-Äquivalente macht Lachgas (N2O), Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2) vergleichbar. Die NUE gibt das Verhältnis von Input und Output von Stickstoff an. Die NUE wird in drei Ebenen unterteilt. Diese sind die Farm NUE, die Barn NUE und die Field NUE. Die Farm NUE beschreibt die gesamte Effizienz des Nährstoffeinsatzes auf Betriebsebene. Die Barn NUE beschreibt die Effizienz der Nährstoffverwertung durch die Tiere und die damit verbundene Umwandlung in Milch beziehungsweise tierische Produkte. Die Field NUE beschreibt die Effizienz, mit der der durch organische und mineralische Düngung zugeführte Stickstoff von den Pflanzen aufgenommen und in Biomasse umgewandelt wird. |
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Anhand der Betriebsdaten werden Key Performance Indicators (KPIs) berechnet. Diese werden dafür genutzt, um betriebsindividuelle Handlungsempfehlungen zu erstellen. Die Empfehlungen werden in die Bereiche “Top Picks”, “Quick Wins” und “Long-Term Investments” gegliedert. Top Picks sind fünf Empfehlungen mit dem höchsten betrieblichen Potenzial. Quick Wins sind Handlungsempfehlungen, die mit einem relativ geringen Arbeitsaufwand zu einer Verbesserung führen sollen. Long-Term Investments sind aufwendigere Investitionen mit langfristigen Nutzen. |
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| Verbesserte Rechtssicherheit: |
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| Entbürokratisierung: |
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| Beitrag zur digitalen Transformation: |
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| Vereinfachtes Datenmanagement: |
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| Einsparung Betriebsmittel |
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| Einsparung Arbeitszeit: |
kein Zusatznutzen |
| Bessere betriebliche Planungssicherheit: |
kein Zusatznutzen |
| Mehrertrag: |
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| Entscheidungs-Unterstützung: |
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| Steigerung Ressourceneffizienz: |
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| Geringere Bodenverdichtung/Positive Wirkung auf das Tierwohl: |
kein Zusatznutzen |
| Steigerung Biodiversität: |
kein Zusatznutzen |
| Emissionsminderung: |
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| Erhöhung Attraktivität des Arbeitsplatzes: |
kein Zusatznutzen |
| Arbeitserleichterung: |
kein Zusatznutzen |
| Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Raumes: |
kein Zusatznutzen |
| Verbesserung Arbeitssicherheit: |
kein Zusatznutzen |
| Verbessertes Image: |
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Produktionsbereich:
Produktionsrichtung:
Arbeitsbereich:
Einsatzhäufigkeit:
Übertragbarkeit:
Ersteinrichtung (abhängig von der Kompatibilität der angebundenen Softwarelösung)
Monatliche Updates (abhängig von der Kompatibilität der angebundenen Softwarelösung)
Anschaffungskosten (Richtwerte):
Laufende Kosten:
Testumgebung:
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Projekt: Milk Sustainability Center |
| Institution: John Deere und DeLaval | |
| Autor: Theresa Schlegel | Kontakt: info@milksustainabilitycenter.com |